Comics

Aus Zensur Archiv

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Inhaltsverzeichnis

Erotik und Pornographie

"The bawdy seaside postcards", USA fünfziger Jahre

In den fünfziger und sechziger Jahren wurde in den USA eine ganze Reihe von Comic-Postkarten des Zeichners Donald McGill verboten, weil sie für die damalige Zeit zu "unzüchtig" waren. 2010 wurden 21 dieser Motive in einer Ausstellung öffentlich gemacht. (online 6.8.2010)

Verbotene Postkarte von McGill
Verbotene Postkarte von McGill
Verbotene Postkarte von McGill
Verbotene Postkarte von McGill
Verbotene Postkarte von McGill
Verbotene Postkarte von McGill
Verbotene Postkarte von McGill
Verbotene Postkarte von McGill
Verbotene Postkarte von McGill
Verbotene Postkarte von McGill
Verbotene Postkarte von McGill
Verbotene Postkarte von McGill
Zensierte Postkarte von McGill mit Zensur-Stempel


Frederic Wertham: Seduction of the innocnet, 1954

In seiner Abrechnung mit den Comics lieferte Wertham auch Beispiele für "versteckte" Botschaften in Comics, die in Comics eingearbeitet waren, um u.a. die Jugend zu verderben und gleichzeitig einer Zensur zu begegnen.

Laut Dr. Wertham: "Versteckte Darstellung eines weiblichen Geschlechtsorgans" in der Schulterpartie

Blonder Panther, 50er Jahre

Pantera Bionda war der erste italienische Comic, der Probleme mit der Zensur hatte. Vor allem die katholische Kirche Italiens protestierte gegen die Serie. Mehrmals wurde gegen den Verleger in Italien Anklage erhoben, und es kam auch zu Verurteilungen. Es folgte eine Art Selbstzensur: der Ausschnitt der Titelfigur wurde kleiner und der Rock dafür länger. Die Serie wurde in Italien 1950 eingestellt. In Deutschland wurde nach mehr als einem halben Jahrzehnt nach der Erstveröffentlichung der Reihe ein Indizierungsantrag für die Hefte mit den Nummern 2 und 3 gestellt. (wikipedia)

Nr. 2

Flash Gordon, vermutlich fünfziger Jahre

In der französischen Ausgabe wurde die Tänzerin in ein langes Abendkleid gehüllt. Die bloßen Beine waren dadurch ebenso verdeckt, wie der Busen weitgehend verschwunden war.

"Fick in Gotham-City", 1970

Das Porno-Pop-Buch wurde auf Antrag der Berliner Staatsanwaltschaft beschlagnahmt. In der richterlichen Begründung hieß es, dass die Beiträge zum Teil "unzüchtig" und "schwer jugendgefährdend" seien. "Gemeint sind damit einige Gedichte über Italowestern sowie Comic-Strips, die zum Teil aus deutschsprachigen `Batman`-Heften wörtlich übernommen wurden." Gemäß dieser Logik hätte auch den "Batman"-Heften eine Verbannung unter den Ladentisch folgen müssen. (Pardon 16 1970)


Barbarella, 1964

Der Comic erschien ab 1962 zunächst als Strip in dem französischen V-Magazine und 1964 im Verlag Le Terrain Vague von Eric Losfeld auch als Album. Nachdem Einschreiten der französischen Zensurbehörde nach der Albumveröffentlichung erfuhr er eine enorme Popularitätssteigerung erfuhr, wurde 1968 von Roger Vadim mit Jane Fonda in der Titelrolle verfilmt. (wikipedia)


Die Abenteuer der Phoebe Zeit-Geist, 1965/66

Die Abenteuer der Phoebe Zeit-Geist (englisch The Adventures of Phoebe Zeit-Geist) ist ein US-amerikanischer Comicstrip, der von Michael O’Donoghue getextet und von Frank Springer gezeichnet wurde. Der Comic erschien in den Jahren 1965 und 1966 zunächst im Magazin Evergreen Review und später in Albumform bei Grove Press. Im deutschsprachigen Raum erschien Die Abenteuer der Phoebe Zeit-Geist zuerst 1970 beim Konkret Buchverlag. Der Melzer Verlag veröffentlichte 1973 in der Reihe Brumm Comix einen gekürzten Nachdruck dieser Ausgabe. Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften setzte Die Abenteuer der Phoebe Zeit-Geist mit der Veröffentlichung im Bundesanzeiger vom 16. März 1974 auf die Liste der jugendgefährdenden Schriften. Diese Indizierung hatte bis zu einer Gesetzesänderung im Jahr 2002 Bestand. Schon im Jahr 1965 hatte sich der deutsche Vertriebshändler an den damaligen Leiter der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften gewandt und diesen um seine Meinung gebeten. Dessen schriftliche Antwort, in der er sein Entsetzen über das ihm vorgelegte Exemplar bekundete, wurde vom Vertriebshändler an den Verleger weitergeleitet und von diesem veröffentlicht.Der Leiter der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften hatte wegen eines in der Nachkriegszeit auf einem US-Luftwaffenstützpunkt auftretenden Nazis Phoebe Zeit-Geist als „geeignet“ angesehen, „die Völkerverständigung auf Nato-Basis zu gefährden“.Dies wurde per Inserat in der New York Times ausgeschlachtet. (wikipedia)

Robert Crumb/Ralph Bakshi: "Fritz, the cat", Film zum Comic 1972

Ursprünglich als Comic von Robert Crumb herausgegeben, entstand 1972 ein Film unter der Regie von Ralph Bakshi, an dem über 50 Zeichner mitgewirkt hatte - das allerdings nicht ohne Schwierigkeiten: Ein Zeichner kündigte, weil er keine Polizisten als Schweine darstellen wollte, eine Zeichnerin verweigerte die Mitarbeit, weil sie keine nackten Busen zeichnen wollte. (Spiegel 16 1972)

Szene aus "Fritz, the cat"


Nihat Kesen/Chris Scheuer: Kommissar Kralle, ca. 1987

Der Werbecomic für Brekkies wurde verändert, indem die Kurven einer Katzendiva verkleinert wurden.

Razzia, Frankfurt a.M.1983/Bundesrepublik 1996

Zunächst beschlagnahmten Kripobeamte in einem Frankfurter Comic-Laden Barbarella-Hefte und eine Mickymaus als Porno-Figur, dann folgten nur einige Wochen später 54 Sex- und Schmuddelbücher, u.a. Marquis de Sades „Justine“ und „Emmanuelle“ als Comic. 1996 kam es dann zu einer bundesweiten Beschlagnahmeaktion, in der 480 Buchhandlungen durchsucht wurden. Beschlagnahmt wurden u.a. Ralf König Comics "Silvestertuntenball" und "Bullenklöten", Walter Moers "Kleines Arschloch" und "Sex und Gewalt", die Bildbände "1000 Nudes" und "Erotica Universalis" oder Erich Rauschenbachs "Lauter erogene Zonen". Der Börsenverein sprach von "Zensur und Willkür".(Spiegel 7 1983 / FR 1.4.1996)

Detail von "Justine"

Beschlagnahmeaktion, Nürnberg 1995

1995 wurde von einer Polizeistreife in einem Comicladen in Nürnberg eine Beschlagnahmeaktion durchgeführt und ein Verfahren wegen der "Verbreitung pornographischer Schriften" eingeleitet. Es ging vor allem um die Comics "Dessous Frivol" und "Spaßige Spielchen" (Archiv)

Seite von Spaßige Spielchen
Seite von Dessous Frivol

Druuna, 1985-2003

Druuna und die Morbus-Gravis-Reihe sind in Spanien, Frankreich, Italien und anderen Ländern unzensiert verfügbar. In Deutschland hingegen fand vorab eine Selbstzensur des Alpha Verlages statt. Die Maßnahmen wurden mit dem Lizenznehmer Dargaud und dem Zeichner Serpieri abgesprochen. Dennoch wurden 1995 in einer umfassenden Beschlagnahmeaktion neben Titeln von Ralf König, Art Spiegelmann, Paul Gillon, Walter Moers und Tank Girl, auch Morbus-Gravis-Titel beschlagnahmt. Der Meininger Oberstaatsanwalt Hönninger ließ das Sonneberger Verlagshaus mit 40 Polizisten durchsuchen und die Polizei gegen mehr als 1000 Buchhandlungen ermitteln. In Morbus Gravis Band 1[ und Druuna - Morbus Gravis 2 wurden jeweils massive Bildveränderungen vorgenommen. In den Vorabveröffentlichungen in Schwermetall von Morbus Gravis 3 - Creatura und Band 5 Mandragora wurden jeweils schwarze Balken eingesetzt.In Band 2 wurde Seite 9 ganz entfernt und in Mandragora wurden für den Vorabdruck im Zeitschriftenhandel ganze neun Seiten entfernt. (u.a. Wikipedia)

Szene aus Druuna mit Zensur-Balken

Jean-Marc Reiser: "Phantasien" und "Unter Frauen", 1988

Bernd Weber vom Jugendamt in Kassel entdeckte in einem Zeitschriften- und Buchladen neben Asterix auch "Machwerke härteren Kalibers" des französischen Cartoonisten Reiser. "Primitivste Sexualsprache", "schlimme Form der Frauendiskriminierung" und "Sodomie" wurden darin von im ausgemacht und entsprechend gegen die Filialleiterin Anklage wegen der "Verbreitung pornographischer Schriften" erhoben. Bundesweit schaltete sich die Staatsanwaltschaft ein, um mit geballter Staatsmacht gegen die Werke von Reiser vorzugehen. Dessen Werk sprang aber ausgerechnet Alice Schwarzer zur Weite, weil in seinen Werken "die Geschlechter-Verhältnisse offen(ge)legt" werden." (Spiegel 26 1988)

Beanstandete Zeichnung von Reiser

Walter Moers: "Das kleine Arschloch"-Telefonkarte, 1993

Die Produktion einer geplanten Telefonkarte mit dem Motiv des Kleinen Arschlochs wurde von der Postreklame abgelehnt, da "sexuelle Bezugnahme auf Telefonkarten nicht erlaubt" sei. Unbeanstandet blieb allerdings eine Karte der "St. Pauli Nachrichten". Auch gegen Karten von Beate Uhse oder Teresa Orlowski hatte die Post nichts einzuwenden. (Archiv)

Verbotene Telefonkarte
Erlaubte Telefonkarte der St. Pauli Nachrichten

Im selben Jahr hatte sich eine Lehrerin aus Biberach über Moers' "Es ist ein Arschloch, Maria!" beschwert, weil es "gegen die Menschlichkeit" geschrieben sei. (Archiv). Ein Jahr später beantragte das bayerische Landesjugendamt bei der Bundesprüfstelle in Bonn die Indizierung des Moers-Buchs "Schöner leben mit dem kleinen Arschloch"; der Antrag wurde am 5.1.1995 abgelehnt.


Paul Gillon: Die Überlebende, Bd. 4 Das Ultimatum 1993

Szenen wurden darin überbalkt.

Walter Moers Du bist ein Arschloch mein Sohn (1995) und Walter Moers Es ist ein Arschloch, Maria (1992)

zensierte Fassung
unzensierte Fassung
zensierte Fassung
unzensierte Fassung

Alan Moore, Lost Boys, Lost Girls, 2006

„Lost Boys“, verlorene Jungs, nannte der schottische Schriftsteller James Matthew Barrie (1860 – 1937) die auf der sagenhaften Insel Neverland lebenden Kindern um ihrem Anführer Peter Pan. Die Geschichte dieser vom Piraten Captain Hook bedrohten „Lost Boys“ wurde unter dem Titel „Peter Pan“ bekanntlich ein Klassiker. In der Rezeptionsgeschichte wurde immer wieder vermutet, dass das Werk auch verschlüsselte sexuelle Initiationsriten, wenn nicht gar pädophile Phantasien enthalten würde. Ausgerechnet Michael Jackson, der des Kindesmissbrauchs verdächtigt war, hatte seinen Zufluchtsort „Neverland“ genannt. 2006 veröffentlichte der Brite Alan Moore eine als Comic gezeichnete Anthologie zu „Lost Boys, Lost Girls“ als die dunkle, verdrängte Geschichte der Kinderbuch-Weiblichkeit: Das Mädchen Wendy, das bei Peter Pan die a-sexuelle Rolle der Mutter übernimmt, wird bei Moore zusammen mit Alice aus dem Wunderland und Dorothy aus „Der Zauberer von OZ“ in einem Schweizer Hotel kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs untergebracht, wo die mittlerweile erwachsenen Frauen noch einem die Abenteuer der Kindheit in unzensierter Form als sexuelle Schlüsselerlebnisse durchleben. Moore wurde deshalb mit dem Vorwurf der Kinderpornographie konfrontiert. (Sdt. 5.7.2006)


Morbus Gravis und Druuna, 1985-2003

Druuna und die Morbus-Gravis-Reihe sind in Spanien, Frankreich, Italien und anderen Ländern unzensiert verfügbar. Der deutsche Lizenznehmer Alpha aber übte vor Veröffentlichung der Reihe eine drastische Selbstzensur zu üben. Bereits im Vorfeld wurde im Alphaverlag darüber diskutiert, dass eine Veröffentlichung in Deutschland ohne Zensur nicht möglich ist. Durch die damalige Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften waren seit ihrem Bestehen bereits hunderte Comics in Deutschland zensiert worden, in den vorangegangenen zehn Jahren hatten die Antragsteller ihren Schwerpunkt auf die Zensur von Erwachsenencomics gelegt. Eine Indizierung käme hier, durch die Ausgestaltung der Gesetze, einer De-facto-Zensur gleich. Die Maßnahmen wurden mit dem Lizenznehmer Dargaud und dem Künstler Serpieri abgesprochen, um möglichst Balken zu verhindern. Wegen der Bedeutung des Falles hatte sich der Interessenverband Comic (ICOM) zu einer Dokumentation entschlossen. Später, in einer bis dato beispiellosen Beschlagnahmeaktion, wurden 1995, neben Titeln von Ralf König, Art Spiegelmann, Paul Gillon, Walter Moers und Tank Girl, auch Morbus-Gravis-Titel beschlagnahmt. Der Meininger Oberstaatsanwalt Hönninger ließ das Sonneberger Verlagshaus mit 40 Polizisten durchsuchen und die Polizei gegen mehr als 1000 Buchhandlungen ermitteln. In Morbus Gravis Band 1 und Druuna - Morbus Gravis 2 wurden jeweils massive Bildveränderungen vorgenommen. In den Vorabveröffentlichungen in Schwermetall von Morbus Gravis 3 - Creatura und Band 5 Mandragora wurden jeweils schwarze Balken eingesetzt. In Band 2 wurde Seite 9 ganz entfernt und in Mandragora wurden für den Vorabdruck im Zeitschriftenhandel neun Seiten komplett entfernt. (wikipedia)

Zensierter Text

Gewalt

Der kleine Sheriff Nr. 12 "Verwegene Jagd", 1954

Das Heft wurde am 9.7.1954 indiziert, weil einige Abbildungen die Übergriffe "eines Verbrechers gegenüber seiner Geliebten zum Gegenstand haben, wobei es zum Mordversuch durch Erwürgen kommt. Es wurde ferner festgestellt, dass "die fortgesetzte Lektüre derartiger Darstellungen auf Kinder und Jugendliche verrohend wirken" müsse.

Beanstandetes Bild aus dem Heft

"Schweinchen Dick", 70er

Anfang der siebziger Jahre wurde die Zeichentrickserie insbesondere auf Betreiben des CDU-Politikers Heiner Geißler aus dem Programm genommen. Ihm erschien die Serie zu brutal. (Prisma Archiv)

"Hammer"-Komiks", 1971

Die beiden Hefte von der Frankfurter-Hammerpresse wurden aufgrund ihrer Brutalität von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften beschlagnahmt. (Pardon 6 1971)

Ball statt Granate: Micky Maus Nr. 11 1973

Im Original wird Onkel Dagobert von einer Granate getroffen, in dem Nachdruck Die tollsten Geschichten von Donald Duck Nr. 93 von einem Ball.

Comanche "Der Mann mit dem Teufelsfinger", 1982/94

Auf Seite 39 wurde in 1982 in der Ehapa Ausgabe das verwundete Bein retuschiert, in der Carlsen Ausgabe von 1994 ist die ursprüngliche Fassung zu sehen. Gleiches gilt für eine Szene mit einem Verwundeten. Weitere Veränderungen wurden vorgenommen Carlsen Verlag Bd. 4 S. 46, 38, 39 unzensiert und Ehapa Die großen Edelwestern Bd. 20 1982.

zensierte Ehapa-Fassung
unzensierte Carlsen Fassung
zensierte Ehapa-Fassung
unzensierte Carlsen Fassung

Comanche "Das Geheimnis von Algeron Brown", 1984/95

Vergleich Carlsen Bd 10 S. 47 und 48 unzensiert und die zensierte Fassung von Ehapa "Die großen Edelwestern", Bd. 30.

Comanche "Der Feuerteufel von Wyoming", 1984/95

Vergleich Carlsen Bd. 7 S. 29 und 25 unzensiert und die zensierte Fassung von Ehapa "Die großen Edelwestern", Bd. 20.

Jan Dippes: Cover Zeichnung für Mickey Mouse und Cover von Mickey Mouse

unzensierte und zensierte Fassung

Donald Duck zu gewalttätig, Deutschland 1951/2009

Vielfach wurden in den Micky Maus Heften der Bundesrepublik die amerikanischen Vorlagen entschärft. Die Gründe dafür sind vielfältig. Zuweilen erschienen die Bilder und/oder Texte zu gewalttätig oder politisch nicht korrekt. Nachfolgend sich einige Beispiel in vorher-nachher-Versionen dokumentiert.

Micky Maus Beilage 43-48/1966 / zensiert
Die tollsten Geschichten von Donald Duck Bd. 93 vermutlich siebziger Jahre - unzensiert
Unzensierte amerikanische Fassung / Uncle Scrooge 58 und zensierte deutsche Fassung Micky Maus 42 1966
Unzensierte amerikanische Fassung Uncle Scrooge 31 und zensierte deutsche Fassung Micky Maus 11 1973 (später wurde in "Die tollsten Geschichten von Donald Duck Bd. 93 doch die unzensierte Fassung mit der Granate abgedruckt)
Die Geschichte "Mystery of the Ghost Town Railroad" wurde in der deutschen fassung komplett von den Geistern gereinigt. Die ursprüngliche Fassung ist in "Ich- Onkel Dagobert" Bd 2 zu finden. Hier: Unzensierte US-Fassung Uncle Scrooge 56 und zensierte deutsche Fassung 43 1967
Original MM 6 1958 Gustav führt den Wind auf die "Atombomben" zurück / und Die tollsten Geschichten Bd. 21 siebziger Jahre: Gustav führt den Wind nun auf die "Mondflüge" zurück
Originalfassung aus MM 10 1954: Donald spricht von einem "Sonderzug mit Uran" /und Die tollsten Geschichten Bd. 9 sechziger Jahre: Donald spricht von einem "Sonderzug mit Goldbarren"
In der US-Fassung liegt auf der Müllhalde "Mein Kampf", in der zensierten deutschen Fassung einfach ein Buch
Die Bruchlandung aus dem Original "Uncle Scrooge Nr. 55" fehlt in der deutschen Ausgabe. Nur die Veröffentlichung in "Ich - Onkel Dagobert 2" entspricht dem Original

Donald Duck zu gewalttätig, USA 1984/2009

Die „National Coalition on Television Violence“ eine Art amerikanische Aktion „Sauberer Bildschirm“, beklagte 1984, dass die Trickfilme mit Donald „gewalttätig und ein schlechtes Vorbild für Amerikas Jugend“ seien. Insgesamt wurden 18,3 Gewaltakte pro Stunde bei Trickfilmen im Fernsehen gezählt. Die von einem Psychiater gegründete Organisation hielt insgesamt nur 27 Prozent der Cartoons „für Kinder geeignet“. Noch schlimmer als Disney-Gestalten seien allerdings Hase Bugs Bunny und der Turbo-Läufer Road Runner. (Spiegel 20 1984) 2009 fand dann die umgekehrte Debatte statt: Micky erschien zu lieb und sollte wieder böser werden, so wie es die Erfinder der Figur ursprünglich auch geplant hatten. In "Steamboat Willie" von 1928 war Micky eher ein Rabauke gewesen. Aus Matrose auf einem Schiff knutscht er mit Minnie, schleudert ein Katze am Schwanz, bekämpft den Kapitän und verwendet eine Gans als Dudelsack. Besorgte Eltern forderten in zahlreichen Briefen die Vorbildfunktion Mickys ein, der in der Folgezeit brav und damit langweilig wurde. (Sdt. 6.11.2009)

Gewalttätiger Donald


Comanche: Roter Himmel über Laramie, Carlsen 1993, Bd. 4 und Comanche: Der lange Weg nach Laramie, Die großen Edelwestern Nr. 13 (Ehapa 1981)

Beim Ehapaband wurde ein Gehenkter hinter den Sprechblasen versteckt. (S. 27) Ein weiteres Beispiel auf S. 36 - das Blut am Hemd und auf der Weste wurden wegretuschiert.

Ein anderes Beispiel: Ein Mann wird von einem Pfeil getroffen, einmal ist er sichtbar, einmal nicht.

Comanche: Roter Himmel über Laramie, Carlsen 1993, Bd. 4 und Comanche: Der lange Weg nach Laramie, Die großen Edelwestern Nr. 13 (Ehapa 1981)

Beim Ehapaband wurden die Blutspuren wegretuschiert (S. 6,19,25). Zensiert wurde ferner Szenen auf den Seiten 48 und 49.

Indizierte Comics

Jezab Piccolo Nr. 3, Die Insel der Titanen, 1954

Sigurd Piccolo Nr. 54, Samadis Geheimnis, 1954


Jörg Nr. 9 Die große Schlacht, 1954 indiziert

Sheriff Teddy Nr. 24, 26, 28,31 1954 indiziert

Falkenauge Nr. 8, 1954

Im Dezember 1954 wurde das Heft Nr. 8 Falkenauge indiziert. Begründung: "´Falkenauge´behandelt den Überfall von Indianern auf ein Fort in der Pionierzeit, mit Schießereien, Brandstiftungen usw. Die Indianer werden zusammenschossen, die Überlebenden gefangengenommen. Der Höhepunkt ist dann die grausame Folterung der Überlebenden, die an Pfähle gefesselt, ihrer Haare beraubt und gepeitscht werden; und zwar unter Mitwirkung der Frauen des Forts."

Szene aus dem indizierten Band


Der Schwarze Reiter Nr. 8

Kinowa Nr. 29, 1954

Akim, Sohn des Dschungels Nr. 59, Takis, der Affenkönig, 1954

Akim, Sohn des Dschungels Nr. 66, Der Fluß kehrt heim, 1954

Akim, Sohn des Dschungels Nr. 72, Der schreckliche Bolkan, 1954

Prärie Nr. 5, 11,12, 13, 1954/55

Rocky Lane Nr. 1,5,6,7, 1954/55

Phantom Nr. 6 1954

Akim, Sohn des Dschungels Nr. 72 Der schreckliche Bolkan, 1954

Blauer Pfeil Nr. 13,17,18, 1954

Peterle Nr. 49 Der Kampf in den Felsen, 1954

Band 49 wurde 1954 von der "Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften" indiziert, d.h. auf die Liste der jugendgefährdenden Schriften gesetzt.Die Indizierung wurde 2002 durch Gesetzesänderung automatisch aufgehoben.

Jezab Piccolo Nr. 34, Angeklagt, 1955

Wild West Nr. 70,93,94,100, 1955/56

Raka Nr. 35 Sultan Saud triumphiert, 1955

Franca, 1954/55

Von Franca wurden 1954 und 1955 gleich vier Bände indiziert: Die Bände 2,7,8,9.

Sigurd Piccolo Nr. 269, Graf Albert verlangt Sühne, 1959

Akim, Neue Serie,Piccolo Bd. 5 und 11, 1960 und Nr. 29-33, 40 und 41, 1961

Sigurd Großband Nr. 75, Überall lauert der Feind, 1961

Sigurd Großband Nr. 76, In der Folterkammer, 1961

Tarzan Piccolo Nr. 12,13,14,15,28,29 (1961)

Spannung Exclusiv Nr. 1 Comic, 1966

Robert Crumb, Headcomix, 1970

indiziert 8.6.1973

Bernd Brummbär, Comic Stiptease Sex und Porno im Comic-strip

indiziert 12.5.1973


Theo van den Boogaard: Anne und Hans, 1970

indiziert 12.5.1973

Zap Comix, 1970

Margret Rubin, Die militanten Panthertanten, 1971

indiziert 12.5.1973

Alfred Demarc, Lucy´s Lustbuch, 1971

H.M. Hieronimi: Jane und Jack, 1972

Torture Stories Nr. 3 Comic, 1972

Radikal America Comix, 1973

indiziert 12.5.1973

Sex in Comics Nr. 1 und 2, 1973

Guido Crepax, Geschichte der O, 1973

indiziert
indiziert


S. Clay Wilson, Rand Holmes, u.a. 1973-82

Messalina Nr. 4,9,11, 1973/74

indiziert
indiziert

Horror Comics Klaus Bär, 1973/75

indiziert

John Willie: Die Abenteuer von Sweet Gwendoline, 1974

Eine deutsche Ausgabe „Die Abenteuer der Sweet Gwendoline“ bei Widder Press wurde gemäß Bundesanzeiger Nummer 140 vom 29. Juli 1989 indiziert.

indiziert

Troy Conway, Rod und die Fließbandpuppen, indiziert 1974

Pip - International Nr. 6, 1974

indiziert

Vampirella Pabel Verlag Nr. 9,10,11,12, 1974

indiziert 15.8.1974

Tarkan Nr. 3,5, 78 und 81, 1974

indiziert 13.12.1974
indiziert 13.12.1974

Die Gruft von Graf Dracula Marvel Nr. 5, 1974

Tomba Nr. 3,7, 18,24 1975

Die Bände 3, 7, 18 und 24 wurden 1975 von der "Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften" indiziert, d.h. auf die Liste der jugendgefährdenden Schriften gesetzt. Die Indizierungen wurden 2002 durch Gesetzesänderung automatisch aufgehoben.

indiziert am 10.10.1975
indiziert am 10.10.1975
indiziert am 10.10.1975

Frankenstein Nr. 5 Marvel, 1974

Lucifera Nr. 6, 17, 24, 1975

indiziert am 10.10.1975, hier franz. Ausgabe

Vampir-Comic Heft 2 In der Gruft des Hexenjägers, 1975

indiziert am 25.4.1975

Oltretomba Nr. 1,2,3,4, 1975

indiziert
indiziert am 25.4.1975
indiziert

Zip Nr. 9,20,24 Freibeuter Comic

Die Bände 9, 20 und 24 wurden 1975 von der "Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften" indiziert, d.h. auf die Liste der jugendgefährdenden Schriften gesetzt. Die Indizierungen wurden 2002 durch Gesetzesänderung automatisch aufgehoben.

indiziert am 11.9.1975

Jolanda Nr. 1,6 und 14, 1975

Die Bände 1, 6 und 14 wurden 1975 von der "Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften" indiziert, d.h. auf die Liste der jugendgefährdenden Schriften gesetzt. Die Indizierungen wurden 2002 durch Gesetzesänderung automatisch aufgehoben.

indiziert am 10.10.1975
indiziert am 10.10.1975
indiziert am 10.10.1975

Die tödlichen Hände des Kung Fu Nr. 5 und Nr. 6

indiziert am 12.2.1977

Guido Crepax, Laterna Magica, 1979

indiziert 30.3.1983

Sex in Smurfenland, 1979 (?)

Variante:
Variante:


Die kleine geile Reihe Nr. 1 - 6, Anfang 80er

Die Bände 1-6 wurden 1982-1984 von der "Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften" indiziert, d.h. auf die Liste der jugendgefährdenden Schriften gesetzt. Die Indizierungen wurden 2007-2009 automatisch aufgehoben.

Variante:
Variante:

Guido Crepax, Emmanuelle, 1980

Variante:


Mona C, 1980

indiziert

Richard Corben, Rowlf & Die Bestie von Wolfton, 1981

indiziert am 22.1.1982


Guy Colwell, Innen und außen, 1981

W.V. Herz: 4 oder Keine Reise gen Italien, 1981

indiziert am 5.5.1982

U-Comix Sonderband Nr. 24, 1981

indiziert am 10.6.1981


Daniel Dubos/Georges Pichard, Caroline Cholera, 1981

indiziert


Neue Porno Comix Mali und Werner, 1981

indiziert

Georges Pichard, Die Fabrik, 1981

indiziert

Guido Crepax, Hello Anita, 1981

indiziert

Richard Corben, Mutantenwelt, 1982

indiziert


Georges Pichard: Marie Gabrielle de Saint-Eutrope

Die Bände 1 und 3 wurden indiziert.

indiziert am 26.2.1983

Michel Bourgeois, Erotisme et Pornographie dans la Bande Dessinée

beschlagnahmt

Michel Bourgeois, Das erotische Werk von G. P. Pichard, 1982

indiziert am 7.3.1984

Jean Sole, Die unbeanstandeten Abenteuer des verfluchten Klempners, 1982

Guido Crepax, Valentina im Ofen

indiziert am 10.4.1984


Guido Crepax, Valentina in Stiefeln, 1981

indiziert am 10.4.1984

Guido Crepax, Bianca, 1982

Guido Crepax, Justine, 1982


Georges Pichard, Die Militaristen Comic 1982

U-Comix-Sonderbände

Die Bände 3, 6, 7, 10-13, 16-20, 22, 24 und 34 wurden von der "Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften" indiziert, d.h. auf die Liste der jugendgefährdenden Schriften gesetzt.Auch der erste reguläre Band von 1969 wurde indiziert Die Indizierungen wurden 2006, 2007 bzw. 2010 automatisch aufgehoben.

indiziert
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indiziert
indiziert

Daniel Dubos/Georges Pichard, Borneo Jo, 1984

indiziert


Jörg Schultz, Exit Joker, Vom Teufel geritten, 1984

indiziert


Frauen, Folter, Ferkeleien, Pirana 1984

indiziert

Picard Tardi, Polonius Comic, 1984

Dave Sheridan, Dealer McDope, 1984

indiziert

Psychopathia Sexualis im Comic Strip, 1984

indiziert

Benito Jacovitti, Kamasutra, 1984

indiziert

Ribera Godard, Welche Realität, Papa?, 1984

Matthias Schulheiss: Kalter Krieg, 1985

Schultheiss’ 1985 erschienenes Comic-Album Kalter Krieg wurde von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften in die Liste der jugendgefährdenden Schriften aufgenommen. Die Begründung war nicht der Vorwurf von Gewalt und sexuellen Darstellungen, sondern das Argument, der Autor würde durch seine Schilderung und Darstellung bestimmter Ereignisse der Jugend keine Hoffnung machen.

indiziert

Martin Lodewijk Bart van Erkel: Die Katze in Katendrecht, 1985

indiziert 1986

Milo Manara, Außer Kontrolle Nr. 1 und 2, 1985

indiziert
indiziert

Menschenblut Nr. 8,9.10,11, 1985

Lucques, Verrückt nach Sex, 1985

Segura Ortiz, Hombre Band 1, 1985

indiziert

Richard Corben: Der Dämon im Cockpit, 1986

indiziert

Adam, Taxi, 1986/87

indiziert

Levis: Liz und Beth, 1986

indiziert


Guido Crepax, Venus im Pelz, 1986

indiziert

Martin Lodewijk John Burns:Zetari Bd. 1, 1986

Levis, Perlen der Liebe, 1986

indiziert

Milo Manara, Der Duft des Unsichtbaren, 1987

indiziert

Alfonso Fond: Carmen Bond Feest Verlag, 1988

Ein Org-Band aus der Reihe

Der Turm, Adam, 1988

Sex in Comics - die Geschichte der 8 Pages, 1988

Gotlib Band 2, 1988

Manara/Enard, Die Kunst den Hintern zu versohlen, 1989


Lizst, Die Liebeslehrerin, 1989

Lestar: Die Kreuzfahrt, 1988

Der Titel wurde 1990 von der "Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften" indiziert.


Bonvie, Romanini Einfach einzigartig, 1990

Bonvie, Romanini Steiler Zahn, 1990

Bonvie, Autosex, 1990

Ralf König: Bullenklöten, 1992

Die geforderte Indizierung durch das bayrische Landesjugendamt des Titels Bullenklöten (1992) lehnte die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften jedoch unter Berufung auf den Kunstvorbehalt ab.Trotzdem fand 1996 auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Meiningen eine bundesweite Ermittlungs- und Beschlagnahmeaktion in über 1.000 Buchhandlungen statt, die sich neben anderen Comics (darunter auch Art Spiegelmans Maus) vor allem gegen den Band "Kondom des Grauens" richtete. Zu einem Verfahren kam es jedoch nicht.

Walter Moers: Das kleine Arschloch, 1994

Einem Antrag des Landesamtes für Jugend und Soziales in Rheinland-Pfalz vom 7. April 1994 auf Indizierung des Comics wurde ebenso wie mehrere Folgeanträge von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften nicht entsprochen.

Drogen

Asterix Parodie, 1989

Albert Uderzo wollte 1989 eine Parodie auf seinen Asterix verbieten lassen. Denn „Alcolix“ des Münchner Verlegers Hans Gamber sei ein „vulgäres, geschmackloses Machwerk“. Gezeigt werden in der Tat saufende Antihelden. Uderzo scheiterte vor Gericht. (Spiegel 43 1989)


Zigaretten

HB-Männchen Bruno: "Wer wird denn gleich in die Luft gehen" - Werbeverbot, 1972

1972 verbannte das Fernsehen aufgrund der schädlichen Wirkung von Rauchen die Reklame für Tabakwaren jeglicher Art. Damit endete auch die Periode der Zeichentrickfilme mit dem HB-Männchen. Im Kino dagegen durfte zunächst noch weiter geworben werden. Auch die Sprüche von Bruno wie "Wer wird denn gleich in die Luft gehen? Greife lieber zu HB, dann geht alles wie von selbst" oder "frohen Herzens genießen" wurden zurückgenommen.(Troedler 183 1995)

Episode aus der HB-Werbung


Lucky Luke

Bei den ersten Bänden ist auf der Rückseite Lucky luke noch mit einer Zigarette zu sehen, später hat er einen Strohhalm im Mund.

Tom und Jerry: Rauchverbot, England 2006

Die englische Regulierungsbehörde der britischen Unterhaltungsindustrie rückte 2006 den beiden Kunstfiguren zu Leibe. Sie wollte Kinder vor dem schlechten Einfluss schützen und verbot den beiden das Rauchen: alle Szenen, in denen die beiden qualmen, wurden in England aus den Filmen geschnitten. Dass die beiden Comic-Figuren mit Schwertern und Äxten aufeinander losgehen und den andern in Säure auflösen, wurde nicht beanstandet. (web 24.8.2006)

Verbotene Szene

Tim und Struppi: Kapitän Hadocks Pfeife, Türkei 2010

Ein Privatsender wurde 2010 von den Medienwächtern zu 24000 Euro Strafe verurteilt, weil der Comicheld Kapitän Hadock (Tim und Struppi) Pfeife rauchend dargestellt worden war. (WN 18.2.2010)

Political Correctness

Antikommunismus

"Spirou" und "Asterix" in Lupo modern, sechziger Jahre

In den "Lupo modern"-Heften wurden auch Episoden von "Spirou" abgedruckt, etwas "QRN ruft Bretzelburg". In der aktuellen Übersetzung des Carlsen-Verlages heißt es Bretzelburg, in der Kauka-Fassung wird daraus DDR. In der Asterix-Ausgabe "Asterix bei den Goten" (bei Kauka: "Siggi und die Ostgoten") singen die Römer ursprünglich "Maschieren ist des Krieges Lust", bei Kauka werden die Römer zu kommunistischen Besatzern, die "Die Partei, die Partei hat recht" singen. Überhaupt wurden die Geschichten von Asterix und Obelix, die 1965 ihren ersten Auftritt in Deutschland hatten, politisch verändert. In den Lupo modern Heften wurden sie ganz und gar nicht im Sinne der Erfinder übersetzt, denn sie wurden als Propaganda im kalten Krieg schlichtweg missbraucht. Die Goten "sprachen" nicht in Frakturschrift, sondern in roter Schrift, was ein eindeutiger Hinweis auf den Kommunismus im Osten war. Außerdem wurde ihnen ein ostdeutscher Dialekt verpasst. Auf nebenstehendem Cover befinden sich die Gallier an der Grenze zwischen Oststektor und Westsektor (was im Comic ganz klar als West- und Ostdeutschland übersetzt wird) mit den Ostgoten als Sachsen und den Römern als amerikanische Besatzer! Auf der obligatorischen Asterix-Landkarte wird das gallische Dorf in Lupo modern nicht nur als "Bonnhala" bezeichnet, es liegt auch an der entsprechenden Stelle am Rhein!!! .

Spätere Übersetzung
Kauka-Fassung
Spätere Übersetzung
Kauka-Fassung
Spätere Album Fassung
Kauka-Fassung

Fantastic Four "Red Ghost" Nr. 13/US 1963 und Die Fantastischen Vier Nr. 11 D 1974

In der deutschen Ausgabe wurde das Hammer- und Sichel-Enblem am Rausmschiff retuschiert und politische Bezüge im Text verändert.

US-Ausgabe
D-Ausgabe
US-Ausgabe
D-Ausgabe


Comixene Nr. 31

Auf Intervention von Rolf Kauka mussten Passagen aus einem kritischen Bericht über ihn ebenso gestrichen werden, wie das Titelblatt der Nr. 31.

zensierter und unzensierter Titel

Antisemitismus

Asterix und Lucky Luke: Übersetzung Kauka, sechziger Jahre

In den "Lupo modern"-Heften wurden auch Episoden aus Asterix und Lucky Luke abgedruckt. Diese vielen durch eine nationale bis antisemitische Übersetzung auf. Der Anführer einer Gegenpartei erhielt in dem Band "Die goldene Sichel" den Namen "Schieberus" und wurde mit seinem jiddisierenden Tonfall zu einer antisemitischen Karikatur.

Kauka-Fassung
Spätere Übersetzung
Spätere Übersetzung und Kauka-Fassung


Milligan/McCarthy/Swain, Skin, 1993

Beschlagnahmt

Art Spiegelman: "Maus", 1995

In dem kritisch-künstlerischen Holocaust-Comic sind alle Juden Mäuse und die Deutschen Katzen. Obwohl der Comic eindeutig eine Kritik am Faschismus darstellt, wurde im Juli 1995 das Plakat zum Comic, das für den Comic-Salon Erlangen im Jahr 1990 hergestellt wurde, unter dem Vorwurf der Nazi-Propaganda beschlagnahmt. Neben dem Spiegelman-Plakat wurde auch noch die Comic-Biographie "Schrei nach Leben" (Paul Gillon) beschlagnahmt, die von der Landeszentrale für politische Bildung an Schulen eingesetzt wurde und für den Gustav-Heinemann-Friedenspreis nominiert war. (wikipedia)

Cover zum Comic "Maus


Holocaust-Fauxpas: Micky Maus angeschwärzt, 2012

In der Mai-Ausgabe (8.5.2012) von "Micky Maus Comics" verteilt ein Protagonist Auszeichnungen an Pfadfinder - mit dem Glückwunsch: "Holocaust!" Der deutsche Verlag zog das Heft zurück und schwärzte die Passage per Filzstift. Es ist eine Episode um das "Fähnlein Fieselschweif" aus den siebziger Jahren: "Where there's smoke" heißt die Episode, auf deutsch "Der Brandstifter" beziehungsweise "Gefahr für den Finsterforst". Im Englischen ist der Ausdruck "Holocaust" allerdings mehrdeutiger als im Deutschen - er kann auch einfach nur "Inferno" oder "Vernichtung" bedeuten, ohne speziellen Bezug zum Massenmord der Nationalsozialisten an den Juden. Bekannt ist auch das Beispiel der Ausgabe von Hitlers "Mein Kampf", die in der Geschichte "April, April"(1948) auf einer Entenhausener Müllkippe zu sehen ist. In deutschen Nachdrucken der Geschichte, ist das Buch nur sporadisch zu sehen. Während auf ältere Sammler ausgerichtete höherpreisige Ausgaben den historischen Schutt unverändert zeigen, wird bei Nachdrucken in der "Micky Maus" und vergleichbaren auf Kinder zugeschnittenen Publikationen der Titel meist dezent entfernt. Bei einem Nachdruck im Jahr 2005 wurde dies allerdings vergessen. In den fünfziger Jahren war man noch weniger empfindlich gegen die Sprache des "Dritten Reiches". In der Episode "Die braven Brückenbauer" (1955, deutsch erstmals 1956) wurde die rabiate Leiterin des mit den Fieselschweiflingen konkurrierenden Fähnleins Kohlmeisen "alte Wehrmachtshelferin" genannt. In späteren Nachdrucken wurde eine "Kantinenwirtin" aus ihr. Und in "Die Kohldampfinsel" (1954, deutsch erstmals 1955) singen die Panzerknacker leicht abgeändert den Text eines Nazi-Kampfliedes: "Heute gehört uns die Kohldampfinsel und morgen die ganze Welt!" (Focus 28.5.2012)

zensierte Fassung
zensierte Fassung DD Sonderheft 118
unzensierte US Fassung Walt Disneys Comics and Stories Nr. 117

"South Park" - Prophet als Bär, 2010

Nach einem Gastauftritt von Mohammed in einem Bärenkostüm wurden Trey Parker und Matt Stone, die beiden Erfinder der Zeichentrickserie, von der radikalen US-Muslimgruppe "Revolution Muslim" bedroht. Der Internetprotest der Gruppe wurde begleitet von einem Foto des niederländischen Filmemachers Theo van Gogh, der 2004 wegen seines islamkritischen Films ermordet worden war. Zitat im Netz: "Wir müssen Matt und Trey warnen, das das was sie machen, dumm ist und sie wahrscheinlich so enden werden wie Theo van Gogh". (heute online 22.4.2010)

Szenen aus der 200. Folge Southpark

Islam

Jussuf Seddik: Der Koran als Comic, Frankreich 1990

Der in Paris lebender Tunesier brachte 1990 das heilige Buch des Islam, den Koran, als Comic-Buch heraus und geriet damit ins Vesier islamischer Fundamentalisten. Für den kuweitischen Theologen Mohammed Fadlallah und den obersten islamischen Rat von Tunesien erschien der Comic als ein kriminelles Frevelwerk, das mit Salman Rushdies "Satanischen Versen" zu vergleichen sei. Das zeigte auch im Westen Wirkung. So verbannte die Bibliothek des Pariser "Instituts der arabischen Welt" Seddiks Koran-Version aus ihren Regalen: "Die Darstellung des Heiligen Korans in profanen Bildern" sei ein "Sakrileg, eine Häresie" hieß es dazu. (Der Spiegel 6 1990)

Klic: "Standing up for what you believe in", England 2009

In dem Cartoon für Kinder zeigt u.a. eine Junge mit einem Kreuz um den Hals auf ein junges Mädchen mit einem Kopftuch und sagt: "Du siehst aus wie eine Terroristin." Das führte zu einer scharfen Auseinandersetzung. (mail online 5.4.2009)


Comic-Ausstellung an der Uni-Duisburg, 2013

Eine Comic-Ausstellung mit religiösen Inhalten hat an der Universität Duisburg-Essen für Aufregung gesorgt. Eine muslimische Studentin hatte ein ausgestelltes Poster, das sich mit einem Roman zur Situation im gegenwärtigen Israel befasste, zerstört. Als Begründung gab sie an, das Plakat habe ihre religiösen Gefühle verletzt. Die Uni beendete die Schau nach dem Vorfall Ende Juni frühzeitig. (heute online 3.7.2013)

Rassismus

Jezab, der Seefahrer "Die Insel der Titanen", 1954 Nr. 3 und 34

Das dritte Heft der Serie wurde am 9.7.1954 von der Bundesprüfstelle indiziert. Zur Begründung hieß es, dass das Heft Szenen enthält, in denen Sklaven mißhandelt würden.

El Bravo Nr. 71, 72, 85, ab Nr. 86 dauerindiziert 1954/55

Auch Nr. 71 1954 aus der Reihe El Bravo wurde indiziert. Zur Begründung hieß es: "In den Heften "El Bravo" handelt es sich um eine Bande von Viehzüchtern, die die Farmer terrorisiert, was Gelegenheit zu ununterbrochenen Kämpfen, Schlägereien, Verbrechen usw. gibt. ... zum Schluß von Heft 71 leitet ein erneuter Mordanschlag mit wilder Schießerei auf die große Schlacht über, die Gegenstand von Heft 72 ist." Auch gab es Veränderungen - aus welchem Grund auch immer - in der deutschen und in der italienischen Originalausgabe,

Falkenauge Nr. 8, 1954

Im Dezember 1954 wurde das Heft Nr. 8 Falkenauge indiziert. Begründung: "´Falkenauge´behandelt den Überfall von Indianern auf ein Fort in der Pionierzeit, mit Schießereien, Brandstiftungen usw. Die Indianer werden zusammenschossen, die Überlebenden gefangengenommen. Der Höhepunkt ist dann die grausame Folterung der Überlebenden, die an Pfähle gefesselt, ihrer Haare beraubt und gepeitscht werden; und zwar unter Mitwirkung der Frauen des Forts."

Szene aus dem indizierten Band

Sheriff Teddy, Nr. 24,26,28,31 1954

Im September 1954 wurden mehrere Bände der Serie Sheriff Teddy indiziert. Begründung: "Das behandelte Heft gehört zu dem übelsten Schund, der bisher der BPfSt zur Prüfung vorgelegt worden ist. Es ist auf reine Sensation aufgemacht, was durch die grelle Kolorierung noch einprägsam unterstrichen wird. Es enthält inhaltlich nichts als eine ununterbrochene Folge von Schießereien und anderen Gewalttätigkeiten ohne einen erkennbaren Sinn. In nicht weniger als 36 Bildern spielt der Revolver eine Rolle. Mehrere Bilder zeigen Erschießungen oder andere Tötungen und am gräßlichsten sind die Bilder auf dem Titelbblatt und auf der letzten Seite, wo die Folterung des Sheriffs mit einem glühenden Eisen vorbereitet wird."

Tarzan und seine "farbigen Partner", 1970

Bis 1970 kamen die afrikanischen Eingeborenen bei Tarzan meist als eine Art "Dschungel-Deppen" vor, die sich unter den Schutz des weißen Muskelmannes begaben oder sie waren mordlustige Menschenfresser. 1967 übernahm Russ Manning die Verantwortung für die Tarzan-Geschichten und verpasste den Stories ein neues Image im Sinne von political correctness: die Eingeborenen wurden zu "Partnern". (Spiegel 44 1970)

Tim im Kongo – Rassismusvorwurf, 2007

Der kongolesische Student Bienvenu Mbutu Mondondo hatte vor einem Gericht in Belgien Klage gegen den Tim-und-Struppi-Band „Tim im Kongo“ eingereicht. Der angehende Politikwissenschaftler fand das Heft rassistisch. Die Klage richtete sich gegen unbekannt und gegen den Verlag Moulins-Art. Das Buch soll nicht mehr verkauft werden. Kritisiert wurde insbesondere, dass Tims Hund Struppi die Afrikaner „wie notorische Faulenzer“ behandelt. Die Geschichte erschien 1930/31 zuerst in der Kinderbeilage der katholisch-konservativen Zeitung „Le XXième Siècle“. Sie war nach „Tim im Lande der Sowjets“ das zweite Abenteuer von Tim. Der Kongo war damals eine belgische Kolonie. Der Schöpfer von „Tim und Struppi“, Hergé, hat sich später von seinen frühen Arbeiten distanziert und sie als Art „Jugendsünden“ abgetan. In den vierziger Jahren arbeitete er die Geschichten in Richtung bereits im Sinne einer political correctness. Zudem entfernte er die ursprüngliche Episode, in der ein Nashorn explodiert. Nach 1964 legte der Verlag den Comic nicht mehr auf. Als eine Zeitschrift ausgerechnet in Zaire die Geschichte druckte, folgten von 1971 an neue Auflagen. Auch in u.a. England, Deutschland und den USA gab es Kritik an der Geschichte. Die US- Buchhandelskette Borders z,B. wird die Abenteuergeschichte „Tim im Kongo“ künftig nicht mehr in seinen Kinderabteilungen verkaufen. Die britische „Comission for Racial Equality“ hatte gefordert, den Band aufgrund rassistischer Inhalte aus dem Verkauf zu nehmen. Die erwachsenen Kunden könnten jedoch selbst entscheiden, so Borders, was sie lesen. Der Verleger verkaufte da das Heft bereits mit der Warnung, es enthalte „zeittypische paternalistische Stereotypen.“ (Sdt. 18.7.07 und Spiegel 30 2007 und Welt 9.8.07) Im Februar 2012 hingegen wurde die Klage eines Kongolesen, der den Comic verbieten lassen wollte, von einem belgischen Gericht zurückgewiesen. (WN 13.2.2012)

Als "rassistisch" kritisierter "Tim im Kongo"
spätere Übersetzung "Tim im Kongo"
ursprüngliche Übersetzung "Tim im Kongo"

Auch zahlreiche Bilder wurden im Nachinein Bilder aus Gründen der political correctness verändert.

Kapitalismuskritik

Panzerknacker als Kommunisten, 1969

Unter der Rubrik "Jugend" beanstandete das CSU-Blatt "Bayernkurier" 1969 die gewandelte Sprache in Disneys "Micky Maus"-Heftchen: "in letzter Zeit" drohe durch das "Soziologen-Chinesisch der neuen Linken drohe "Gefahr ... für unsere Kinder". Besonders "alarmierend" fand das Blatt eine Bilder-Geschichte in der "Micky Maus"-Nummer 36 vom 6. September. 1969. Das Heft berichtet über einen neuerlichen Versuch der "Panzerknacker AG", Onkel Dagobert, den "reichsten Mann der Welt", zu berauben: Die Panzerknacker legen sich, nachdem konventionelle Methoden ("Hände hoch") wieder einmal versagt haben, einen "Verbandsideologen" zu, der ihnen rät: "Ihr müßt euch in den Besitz der Produktionsmittel setzen." Doch trotz ideologischen Überbaus scheitern die Panzerknacker. Dennoch sah der "Bayernkurier" die "Micky Maus auf Abwegen": "Bedenklich" stimme schon "das Wort "Ideologe", noch dazu, wenn es auf einer einzigen Seite dreimal auftaucht". Mit solchen Begriffen werde den Kindern eine "Phraseologie eingeimpft", die "sich -- wenn sie nicht sinnvoll später interpretiert wird -- rasch mit Schlag-Inhalten füttern läßt". Der CSU-Angriff zielte auch auf die "Micky Maus"-Chefredakteurin und Übersetzerin Dr. Erika Fuchs, die die Attacke für "lächerlich" hielt: "Der reiche Dagobert Duck ist so irrsinnig geizig -- daß er veralbert wird, dagegen dürfte doch keiner etwas haben." Bislang hatte sich die "Micky Maus"-Chefin eher mit Angriffen anderer Art auseinanderzusetzen: Das pädagogische Periodikum "Jugendschriften-Warte" etwa verdammte die Bilderbogen als "Bilderdrogen" und sagte voraus, daß Konsumenten solcher "Baby-Hieroglyphen" auf immer im "Lau-Alter" bleiben. Und Eugen Gerstenmalers "Christ und Welt" fragte vor Jahren: "Kann man die zwar harmlosen, aber unendlich hingedehnten und aufgeschwollenen "Micky Maus"-Stories überhaupt ansehen, ohne zu erschrecken über die Banalität ...?" (Spiegel 43 1969)

Faschismus

"Mein Kampf" im Micky Maus Heft

Im Original von Walt Disneys Comics and Stories Nr. 117 finden die Neffen auf einer Müllhalde ein blaues Buch. Titel "Mein Kampf". In der deutschen Ausgabe der Geschichte, abgedruckt in Sonderheft Nr. 118, wurde der Titel des Buches ersatzlos gestrichen.


Dr. Dare - Penthouse Comics, vermutlich 70er und 80er

Während die Sex-Szenen in den Comics unbeanstandet blieben, wurden die NS-Symbole und sogar der Kopf von Hitler überbalkt.

zensierte Fassung
unzensierte Fassung

Sprache

Micky Maus Nr. 39 1979: "Unfeine Ausdrücke"

Von Töpfer zensiert: Comic zum Regenwald, 1992

Um jungen Leuten die Probleme des Regenwaldes näherzubringen, ließ der damalige Bonner Umweltminister Klaus Töpfer ein Comic-Buch in Auftrag geben. Doch die unter der Regie des Hamburger Carlsen Verlags verfaßte Abenteuergeschichte von zwei jungen Deutschen, die mit einem südamerikanischen Holzbaron in Konflikt geraten, war dem Minister dann doch zu frech. Da wurde von skrupellosen Großgrundbesitzern erzählt, von einer Gewerkschaft der Gummizapfer und vom deutschen Waldsterben - Umweltfreund Töpfer ließ die Texte korrigieren: Aus dem Gewerkschaftshaus wurde ein "Gemeinschaftshaus", vom Waldsterben ist keine Rede mehr, ein Hinweis auf die USA als Hauptproduzenten des Treibhausgases CO2 wurde gestrichen. Comic-Autor Joachim Friedmann: "Die wollten keinen Polit-Comic, sondern Fix und Foxi." Die zensierte Töpfer-Fassung wird in einer Auflage von 50 000 Exemplaren kostenlos an deutschen Schulen verteilt; die Originalausgabe im Buchhandel vertrieben.

Unzensierte und zensierte Szene

Andere Länder

China

Wang Bo: Häschen-Cartoon, 2011

Der chinesische Multimedia-Künstler brachte 2011 mit einer Fabel den Staat gegen sich auf. Er hatte eine "Neujahrs-Grußkarte" ins Internet gestellt. Der animierte Videoclip zeigt liebe Häschen, die von bösen Tigern gequält werden. Die Raubkatzen liefern am Anfang des Films Milch für Hasenbabys an, die sie grün anlaufen und explodieren lässt. Zum Schluss schlagen die Bunnys blutig zurück. Der Clip endet mit der Botschaft "Sogar Hasen beißen, wenn sie gezwungen werden." Wang stellte sein Werk als "Märchen" vor, das keinerlei Bezug zur Realität habe. Doch etliche Betrachter fühlten sich an den Skandal von 2008 erinnert, als mindestens sechs chinesische Säuglinge durch verseuchtes Milchpulver ums Leben kamen. Die Zensur ein: Der Videoclip wurde verboten, im chinesischen Internet ist die "Grußkarte" nicht mehr zu finden. (Spiegel 5 2011)

Frankreich

"Kommt, wie ihr seid" - McDonald´s-Werbung mit Asterix, 2010

Dass Asterix und Obelix in Frankreich nicht für Wildschwein und Bier, sondern Big Mac und Pommes Werbung machten, erhitzte zahlreiche Gemüter. Die Werbekampagne wirkte wie ein Angriff auf die Ess-Kultur der Franzosen. Entsprechend heftig vielen die Reaktionen insbesondere in vielen Internetforen aus. Sogar zum Boykott wurde aufgerufen.

McDonald-Werbung in Frankreich

Rußland

Wjatscheslaw Syssojew: Karikaturen, 1983/84

Der Zeichner wurde 1983 in Moskaus verhaftet. Vorwurf: Verbreitung pornographischer Zeichnungen. Allerdings setzen sich viele seiner Zeichnungen auch kritisch mit der Sowjetunion und dem Militär auseinander. (Spiegel 40 1984)

Syssojew Karikatur

Schweiz

AKW-Zensur: Die Simpsons im Schweizer Fernsehen, 2011

Homer Simpson ist bekanntlich Sicherheitsinspektor in einem Atomkraftwerk und dieser Aufgabe nur selten gewachsen. Angesichts der Reaktorkatastrophe in Japan plante deshalb das Schweizer Fernsehen (SRF) vorerst keine Simpsons-Folgen mehr ausstrahlen, in denen es zu AKW-Pannen kommt.Eine SRF-Sprecherin erklärte diese Entscheidung wie folgt: "Es wird von Fall zu Fall entschieden. Wenn jetzt zum Beispiel das Atomkraftwerk bei den Simpsons explodiert, dann wäre das unpassend." Dazu zählnen u.a. Homers Versagen als Sicherheitsinspektor, die ständigen Störungen im Sektor 7G und der schlampige Umgang mit Sicherheitsvorkehrungen in einer Comicserie. (web.de und heute.de 25.3.2011)

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